„SoS Gate“ (State of Sabotage, Territorial Phantom) von Robert Jelinek
Vor dem Geburtshaus des Salzburger Schriftstellers Georg Trakl findet sich seit 2013 ein sehr unauffälliges aber nicht minder spannendes Kunstwerk.
Mitten in der Salzburger Altstadt, am Waagplatz, gibt es ein Kunstwerk, das fast niemand bemerkt – und doch steckt eine faszinierende Geschichte dahinter. Direkt vor dem Geburtshaus des Dichters 'Georg Trakl' liegt ein unscheinbarer Kanaldeckel, der Teil eines internationalen Kunstprojekts ist. Was hat es mit dem ‚SoS Gate‘ auf sich?
Hinter „State of Sabotage“ steckt ein Projekt des tschechischen Künstlers Robert Jelinek, das 2003 begann und mit August 2013 endete. Er gründete den fiktiven „Staat“ SoS auf einer unbewohnten finnischen Insel und baute Beziehungen zu Künstlern und Botschaften auf. Ab 2004 wurden in verschiedenen Städten Kanaldeckel installiert, die eine virtuelle Verbindung spiegeln sollten.
Die Kanaldeckel sind jeweils 80 cm im Durchmesser und stellen eine staatliche Grenzverschiebung, eine neue Staatsmarkierung (SoS) und eine künstlerische Skulptur dar. Der SoS-Kanaldeckel am Salzburger Waagplatz war der letzte der Serie, einige weitere befinden sich in Barcelona, Nizza, Biel oder Ferrara bzw. in vielen österreichischen Städten.